AntikLook mit Distress-Kissen
Distress Kissen sind relativ neu im Handel und nicht vergleichbar mit allen bisherigen Stempelkissen. Weil viele noch unsicher in der Handhabung sind, haben wir sie mit auf die HP genommen. Die Brauntöne der Distress Kissen eignen sich besonders um unseren Karten den geliebten Antiklook zu verpassen. Die Farben auf den Deckeln sind sehr echt. Man sollte für schöne Effekte wenigstens 2 Farben besitzen. Eine helle und eine dunklere.
Anwendung.
1. normal zum Stempeln benutzen, Abdrücke werden etwas "weich"
2. Papier leicht zerknüddeln und über die entstandenen Kanten mit dem Distresskissen wischen. Sofort mit Wasser besprühen, damit die Farbe schön verläuft. Man kann das Papier glatt streichen und mit Klebestick auf eine Karte kleben oder erst glattbügeln (mit Backpapier)
Entstehung einer Karte mit Knüllhintergrund:
Ich habe 2 Buchseiten benutzt, um Euch unterschiedliche Farben zu zeigen. Achtet bei der weiteren Beschreibung darauf. Für die Collage habe ich die dunklere genommen.

Step 1 Beispiel 1
Ein Papier tüchtig drücken und zerknittern, wieder glatt streichen. Das StempelKissen (hier antique linen)flach auflegen und hin-und herschieben. Man kann auch mit der einen Hand unter das Papier fassen, und etwas nach oben beulen, damit das Distress-Kissen alle Fältchen erfasst. Wem es so gefällt, der kann das Papier so lassen, oder aber weiterbearbeiten.

Step 1 Beispiel 2
Wenn man das Papier mit Wasser besprüht, werden die Farben auf den Knitterfalten etwas weicher, sie "bluten" aus. Den Effekt kann man noch verstärken, wenn man einen (angefeuchteten) Wattepad über das Kissen wischt und anschliessend über das feuchte Papier. Das Papier bekommt dadurch eine weiche Gesamtfärbung ohne harte Kontraste.

Fortsetzung von Beispiel 1:das Papier hab ich wieder besprüht und mit Wattepad oder Tuch vintage photo aufgewischt. In der Mitte kräftiger, damit ihr den Farbton besser sehen könnt. Wem das zu intensiv geworden ist, kann nochmal mit Wasser besprühen, abtupfen und trocknen lassen
, dann gleicht sich der Farbton den Rändern wieder an, die schon trocken sind.
Fortsetzung von Beispiel 2
genauso hab ich hier das Papier gefärbt aber mit tea dye Der Farbton ist minimal rötlicher. Auch hier würde sich der kräftige Mittelton wieder angleichen, wenn ich ihn nochmal mit Wasser besprühe, abtupfe und trocknen lasse. Das Papier wirkt einheitlich alt.
Step 3:
weitere Teile, die wir zur Collage brauchen, gleich mit kolorieren.
Farbe walnut stain ist noch dunkler. Angesprüht wird sie wieder weicher, siehe äußere Ränder. Dies Noten Stückchen brauche ich nachher für meine Collage, deshalb hab ich es kontrastreich gefärbt.
Step 4:
Langsam gewinnt mein Papier von Beispiel 2 einen fortgeschrittenen Antiklook. Ich habe mit einem Läppchen um den Finger an einigen Stellen gelben Bohnerwachs aufgetragen. Nochmal gezielt die gerissenen Ränder und einige Stellen mit vintage photo übergewischt. Wo der Bohnerwachs die Flächen schön "gammelig" farbig gemacht hat, kann die Distressfarbe nicht eindringen, dadurch entstehen zufällige Flecken, was noch echter wirkt.
Step 6:
Ohne zu bügeln hab ich die Rückseite gründlich mit einem frischen Klebestift eingeschmiert. Bastelkleber geht auch, weicht mir persönlich alles zu sehr auf. Den Hintergrund richtig plaziert auf den Fotokarton auflegen, andrücken, umgedrehen und tüchtig anreiben. Geht mit kreisenden Bewegungen wunderbar mit einem umgedrehten Marmeladenglas.
Step fertig:-)
Das Foto war beim Ausdruck etwas gelbstichig, deshalb hab ich es leicht an einigen Stellen mit tea dye gewischt. Vorsicht, Fotopapier ist empfindlich !

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Die Karte wurde zuerst mit weißer Dispersionsfarbe (alternativ Acryl oder Gesso) und einem Borstenpinsel bestrichen, siehe Strukturtechnik hier
Nach dem Bestempeln mit Versafine, habe ich verschiedene Distresstinten mit einem Läppchen über die Struktur der Karte gewischt oder getupft. Erst mit antique linen, tea dye und zuletzt die Ränder mit walnut stain auf feuchtem Wattepad, damit es nicht zu dunkel ist. Das Gesicht ist mit Pastellkreide und einem Wattestäbchen koloriert. Man braucht nicht zu fixieren auf der Struktur.
Man muß nicht immer Knittern. Selbstverständlich kann man die Kissen oder Nachfüller auch so benutzen :

Mit antique linen auf Wattepad habe ich eine glossycard eingeschmiert und mit Alkohol auf Wattepad verrieben. Alle Abdrücke, die etwas over-inkt unscharf waren, (was bei glossy leicht passiert),hab ich ein paar Sekunden einziehen lassen und einfach mit dem AlkoholPad abgewischt .Es bleiben nur zarte Abdrücke übrig. Man kann alles nochmal mit antique linen überwischen. Montiert auf Geschenkpapier und braunem Fotopapier.