zu bunte Hintergründe?


Habt Ihr auch so schöne bunte Hintergründe? Mit teilweise interessanten, aber zu kräftigen Mustern, Überbleibsel der verschiedensten Technikversuche?? Die Muster oder Farben sind toll, aber zu intensiv, um sie zu bestempeln? Sie würden das Motiv unkenntlich machen oder verschandeln, weil niemand ausgefallene Pickelmuster im Gesicht besonders attraktiv finden wird*g*?? Immer nur ausgeschnittene Motive aufzukleben, ist langweilig auf Dauer. Zudem sind manche so bizarr, dass man sie schlecht ausschneiden kann, oder sie wirken wie ein Fremdkörper, der das Muster überdeckt. Vellum ist ebenfalls nicht immer passend... Also blieben die schönen Hintergründe ungenutzt gestapelt, ihr kennt das? Abhilfe ist da..

Material:
weiße Serviettenlagen, Brilliance Stempelkissen, Pinsel oder Wassertankpinsel, Klebestift, Cutter

1. Beispiel: Das ist die fertige Karte vom oberen, senkrecht gedrehten Hintergrund. Die gestempelten Motive sind ganz mit dem Hintergrund verbunden, das ist neu.


2.Beispiel
Mit weißem Gelstift wurden aus einigen hellen Flecken des Hintergrundes Sterne. Auch die "Licht-Striche" auf dem Motiv sind mit Gelstift betont.. Mit Wattestäbchen und Pastellkreide wurde das Motiv zart nachkoloriert. Auch die Ränder kann man so farblich noch angleichen. Hält auf der etwas rauhen Serviette ohne Fixativ.

Beschreibung:
Step 1:
Wir nehmen eine weiße Serviettenlage oder 2 je nach Hintergrundmuster. Stört es nicht, wenn pink von unten auf das Gesicht durchscheint, (wie beim 1. Beispiel oben) dann reicht eine Lage. Wenn der Hintergrund z.B. heftig gestreift, gesprenkelt oder zu dunkel ist, reißt man sich ein Stück Serviette in passender Größe zurecht, verklebt 2 Lagen vorsichtig mit Klebestift, reibt mit der Nagelkuppe fest, und bestempelt mit dem Motiv.
Step 2:
Da die Serviette sehr saugend ist, muß das Motiv gut eingefärbt werden. Brilliance eignet sich bestens, wenn das Kissen wirklich saftig ist. Falls nötig kann später mit einem feinen Pinsel Farbe aus dem Kissen oder Nachfüller aufgenommen werden, um schwache Stellen nachzukolorieren, oder man benutzt einen feinen Filzer. Tipp: Filzer oder Pinselstärke erst auf einem Probe-Stück testen, denn die Serviette ist viel saugfähiger als Papier und zieht die Farbe in alle Himmelsrichtungen.
Step 3:
Das Stempelmotiv wird nun auf dem Hintergrund plaziert. Den Hintergrund an der betreffenden Stelle mit Klebestift einstreichen und mit dem Finger kreisend glätten. Serviettenmotiv auflegen und von der Mitte her blasenfrei mit Nagelkuppe aufreiben. Ränder anheben, evtl nachkleben. Nur bis zur Stempel-Kontur. Falls nötig Motiv mit Pastellkreide und Wattestäbchen nachkolorieren.
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Zusatz Step 4:
Dies muß man nicht mehr tun, wirkt aber besonders verblüffend. (Bei wasserlöslichen Hintergründen, kann man das getrost weglassen. Da reicht es, wenn man die restlichen Serviettenränder über die Stempelkontur hinaus mit dem Pinsel anfeuchtet. Die Serviette nimmt Farbe vom Untergrund auf und wirkt wie eingewebt.)
Bei nicht wasserlöslichen Hintergünden :
Mit einem angefeuchteten Pinsel (oder Wassertank-) die restlichen Serviettenränder um die Kontur anfeuchten, und vorsichtig mit einem Cuttermesser nach aussen wegzupfen. Dieser gezielte "Reißrand" wirkt so echt. Man hält manchmal die Kontur fest, damit nicht zuviel weggezogen wird. Im Prinzip ist das die ganze Prozedur. Wenn man es ein paarmal gemacht hat, weiß man wo die Tücken sind, wo wieviel Klebe hin muß usw. Als Lösung für unbestempelbare Hintergründe ist es bisher das Beste was ich kenne. Man kann winzige Reste wieder mit Pastellkreide oder vorsichtig mit passender Wasserfarbe angleichen.

Marmorierhintergrund. Noch mit Glitter beklebt.

Ist ein Lieblingsmotiv von mir, darum noch ein Beispiel.
Das Hintergrundmuster entstand mit einem Lackmusterkamm aus dem Baumarkt, und wartete mit anderen seither auf Weiterverarbeitung, weil das Muster zu intensiv war. Mit der Serviettentechnik kann das Motiv ohne störende Ränder in den Hintergrund übergehen.